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Pfingstlager 2024

Nach vier Jahren war es endlich so weit: Wir konnten wieder auf ein Großlager fahren! Unser erstes Auto mit dem Vorkommando startete bereits am Freitag um 11 Uhr, damit wir uns gemeinsam mit dem Stamm Breklum einen großen Platz sichern konnten. Der Plan ging auf, doch bei 1.350 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus 75 Stämmen rückten am Ende alle ein Stückchen enger zusammen.

Dieses Jahr waren wir so fix mit dem Aufbau, dass wir den Eröffnungsgottesdienst am See mit fünf Bläsern begleiten konnten. Am Samstagvormittag standen alle Zelte, pünktlich um 11 Uhr kamen unsere Kinder mit dem Bus an. Damit waren wir mit 56 Joldelunderinnen und Joldelundern sowie 22 Breklumer Pfadfinderinnen und Pfadfindern komplett.

Zuerst wurde der Platz erkundet, danach trafen wir uns wie gewohnt zur großen Mittagsrunde im Kreis.

Stammeswimpel von allen REGP-Stämmen
Die Stammeswimpel von allen REGP-Stämmen.

Am Nachmittag startete der Pfadfinderlauf im Wald. Die Wölflinge und Sipplinge stellten in Gruppen mit maximal zehn Pfadfinderinnen und Pfadfindern bei kleinen Spielen und Aufgaben ihr Können unter Beweis. Für alle Sippenleiterinnen und Sippenleiter gab es Themenjurten voller spannender Diskussionen, unter anderem zu „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“.

Zum Abend gab es an beiden Tagen veganes Essen für alle – eine gute Idee, auch wenn nicht jede Mahlzeit Begeisterungsstürme auslöste. Zum Glück kochen wir im Sommer- und Herbstlager wieder selbst. Nach dem ersten Abendessen stand das legendäre „Tellerhopping“ an: Mit dem eigenen Geschirr zogen wir durch die Dörfer und probierten uns durch die Nachtische.

Bei uns gab es Pfannkuchen, unsere Breklumer Freundinnen und Freunde spendierten Milchreis.

Jeden Abend kamen wir im großen Zelt zur Abendandacht zusammen, begleitet von Liedern und dem Abendliederblasen. Am Pfingstsonntag feierten wir im Dorf den ersten Gottesdienst, den Joldelund mit 12 bis 15 Bläserinnen und Bläsern unterstützte. Begleitend zog sich ein Anspiel durch das gesamte Lager: Ein Lehrer, ein Pfleger und eine Studentin machten sich auf die Suche nach Gemeinschaft in Ratzeburg.

Weil sie ihre Karte falsch gelesen hatten, kamen sie erst am Montag am Lagerplatz an – aber Gemeinschaft fanden sie bereits auf dem Weg.

Nach dem Gottesdienst bot jeder Stamm eigene AGs in den Dörfern an. Es wurde gebastelt, gespielt und weiterdiskutiert. Die Themenjurten widmeten sich anschließend Fragen wie „Keine Angst vor Fehlern“, „Keine Angst vor Macht“ und „Keine Angst vor einem Nein bei Spendensammlungen“.

Der Sonntagabend war ein echtes Highlight: Im Musiktheater ließ die REGP-Leitung als Altpfadfinder im Altersheim ihr Pfadfinderleben anhand eines Spiels des Lebens Revue passieren und knüpfte damit an die Geschichte des Anspiels an. Wir haben Tränen gelacht und lautstark mitgesungen – ein großartiger Abschlussabend.

Anstehen zum Abwaschen
Anstehen zum Abwaschen an der zentralen Abwaschstraße.

Am Abreisetag feierten wir vormittags den letzten Gottesdienst unter dem Motto „Das Ziel ist das Ziel“. Die Anspielgruppe erreichte nun endlich unseren Lagerplatz, und mit einem riesigen Schlusskreis endeten Gottesdienst und Lager. Zurück blieb ein super harmonisches Lager mit viel Geselligkeit, strahlender Sonne und – wie immer – unzähligen Mücken.