Sommerlager 2014: Norwegen
Auch diesen Sommer fuhren die Pfadfinder wieder auf Sommerlager. Davor erfolgte viel Planung, denn dieses Mal sind wir ganz allein gefahren. Das Ziel Norwegen stand schnell fest, 11 Tage sollten es werden, 11 unvergessliche Tage.

Anreise, Aufenthalt, Verpflegung und Abreise wurden uns nicht von anderen Stämmen vorgegeben wie in den letzten Jahren, sondern alles lag in unserer Hand. Schon auf der Fähre wurde uns klar, dass dieses Sommerlager richtig gut werden würde. Der Blick von der Reling auf das felsige Land, vereinzelt Hütten aus Holz, und das alles bei strahlend blauem Himmel.
Dieser Anblick bleibt unvergessen. Am Platz angekommen standen bereits unsere großen Jurten, denn ein Vorkommando ist bereits einen Tag vorher dafür angereist. Als alle da waren, gab es für jeden ein schönes Nackensteak und Nudelsalat en masse.
Unser Zeltplatz bot uns einen flachen Bach, in dem die Kinder unbesorgt spielen konnten und das kalte Wasser war keinesfalls abschreckend. Das von den Mitarbeitern vorgegebene Programm (AG‘s, Bastelwerkstätten o.ä.) war anders als bei Fahrten in unserer Fahrtengemeinschaft mit Hennstedt sehr rar gehalten, denn durch die Platzbeschaffenheit kam bei niemandem Langeweile auf. Einzige Programmpunkte waren Theateraufführungen zu unserem Thema Wikinger, zwei Gottesdienste sowie ein bunter Abend, bei dem alle großen Spaß hatten.
Auch unsere Zeiteinteilung folgte lediglich einem groben Plan, so konnte es auch mal sein, dass das Frühstücken etwas später stattfand und bei der Zubereitung des Abendessens auf offenem Feuer bestand nicht der Druck, unbedingt zu einer bestimmten Uhrzeit fertig sein zu müssen. Nach dem Mittagessen gab es immer den Kiosk, bei dem jeder drei Teile holen durfte. Abends aßen wir immer warm und danach gab es immer Nachtisch.Auch dasWetter war stets auf unserer Seite bis auf zwei kleine Schauer.
Man sieht also schon, es mangelte uns wirklich an nichts. Nun verweilten wir aber nicht all die Tage auf dem Platz. In der Mitte des Lagers bauten wir unsere Kothen wieder ab und packten uns einige Planen davon ein sowie Verpflegung und den Schlafsack.
Es ging los auf unseren Haijk. Den Haijk haben wir vor Ort mit den Platzbesitzern geplant, um ihn den Kindern angemessen zu gestalten. Kein Kind war mit dem Haijk unzufrieden.
Auch wenn bei Besteigen eines Berges einige Tränen flossen, so haben viele ihre Grenzen kennengelernt und ausgereizt und am Ziel angekommen war die Freude um so überwältigender, wie auch der Ausblick hinunter ins Tal. Eine ganz neue Erfahrung war, dass dieser Haijk nicht nur über Teerstraßen ging und man nicht an Häuser ging, um Wasser nachzufüllen, sondern Wasser aus dem Fluss nahm, welches herrlich frisch schmeckte. Damit es nicht zu anstrengend wurde, kehrten wir mit den jüngeren Kindern bereits nach einer Nacht zurück.
Für den Haijk standen uns zwei Nächte zur Verfügung. Nach der Rückkehr auf dem Zeltplatz war die perfekte Gelegenheit, alles zu sortieren, was man dabei hatte und die Kothe stand wieder sehr gut und war vor allem aufgeräumt. Ein erwähnenswertes Programm war der Brückenbau.
Der Bach direkt hinter unseren Kothen bot sich dafür perfekt an. Zwei unglaublich schwere Baumstämme mussten aus dem Wald bis zum Bach gezogen werden und dabei halfen wirklich alle mit. Zentimeter für Zentimeter bewegte sich das Ungetüm.
Als beide Stämme an ihrer Position einmal quer über den Bach lagen, war das schwerste geschafft. Nur noch die Bodenfläche der Brücke musste ähnlich wie bei einem Floß auf die Stämme gebunden werden. Dieses Lager wird unvergessen bleiben und vor der Abreise kam Trübsal auf.
Während der Fahrt konnte man noch einmal die tolle Landschaft bewundern und dann ging es auf die Fähre. Ein letzter Blick vom Heck des Schiffes zurück, auf Wiedersehen. So ging es vorbei, unser Abenteuer Norwegen!