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Sommerlager 2016: England

In den letzten beiden Augustwochen sind wir mit 37 Pfadfindern auf unser großes Sommerlager gefahren. Dieses Jahr haben wir die Zeit mit 19 unserer Englischen Pfadfinderstamm 1.st Swaffham Prior verbracht. Ein Teil ist von Hamburg nach Birmingham geflogen und wurde dort mit dem Auto nach von Shropshire, einer Gegend nahe Wales, gebracht.

Ein anderer Teil hat mit drei Autos und zwei Anhängern das Material über den Kanal nach Shropshire gebracht. Shropshire ist geprägt von Bergen, unzähligen Schafen und sogar Wildpferden. Die Region ist außerdem für ihre Wanderwege bekannt.

Die nachfolgenden Berichte geben einen Eindruck von den verschiedenen Erlebnissen:

Der Haijk

Unser erste Tagesstrecke des Haijks war ca. 10 km lang. Ich war gemeinsam mit Malte, Sveni und Tjark Leiterin der jüngsten Gruppe. Und schon am Anfang machten wir uns Gedanken über die Qualität einiger Rucksäcke und ob die Wölflinge die Strecke überhaupt schaffen würden. Schon nach weniger als 500m stellten sich unsere Bedenken als wohlbegründet heraus. Und ich hatte die Ehre, den restlichen Weg mir die Schultern mit dem Rucksack einer meiner Wölflinge zu verderben. Da wir unsere Wölflinge den ersten Tag diese 10 Km die Berge teilweise wortwörtlich hochschieben mussten, kommen beschlossen wir die zweite Nacht erneut an unserer Lagerstelle zu übernachten und den nächsten Tag einen Tagesausflug zu machen, bei dem wir Älteren nur einen Rucksack mit Trinkflaschen, 1. Hilfepäckchen und Regenklamotten trugen. Und es stellte sich heraus, dass die Wölflinge plötzlich viel zu viel Energie hatten und regelmäßig jemand vorrennen musste, um sie zu stoppen. Wir anderen kamen mit dem Rucksack langsam hinterher getrottet. Auch bei dem großen Berg, den wir an diesem Tag zu erklimmen gedachten, zeigte keiner der Wölflinge Müdigkeit. Lange vor uns waren sie oben. Und es hatte sich gelohnt. Die Aussicht war wirklich mega! Der Rückweg ging dann nicht mehr ganz so schnell, da der Berg so steil war, dass, wenn wir nicht vorgelaufen wären, die Kleinen einer nach dem anderen den Berg kopfüber runter gekullert wären. Am nächsten Tag machten wir uns, dieses mal wieder mit Rucksack, auf den Rückweg. Die Schulterschmerzen dieses Maßes blieben noch eine Woche. Ansonsten war der Rückweg sehr viel entspannter als der Hinweg, da die Wölflinge deutlich eher motiviert waren zu laufen als auf der ersten Strecke. Es gab tatsächlich Teile des Weges auf der ich nicht den Motivationstrainer spielen musste. Respekt von mir an alle Wölflinge aus unserer Gruppe!

Ausblick
Ausblick während der Wanderung.

Das Theater

Das Thema, welches uns das gesamte Sommerlager begleitete war Baden Powell. Baden Powell ist der Gründer der Pfadfinderbewegung, über seine Biographie erfuhren wir in einem Theaterstück. An vier Tagen stellten elf Schauspieler Szenen aus Baden Powells Leben dar. Wir schauten uns seine Kindheit, seine Berufslaufbahn beim Militär, die Pfadfinderbewegung und seinen Lebensabend sowie seinen berühmten Abschiedsbrief an, der an alle Pfadfinder aus der ganzen Welt gerichtet war. Mit viel Interesse, Humor und Gelassenheit wurde das Theaterstück über Baden Powell von Schauspielern eingeübt und ausgeführt, sowie von dem Publikum angeschaut.

Schwimmen

Es war immer heiß, wenn wir zu Fuß in das Schwimmbad von unserem Lagerplatz aus nach Church Stretton gelaufen sind. Es waren knapp 5 Kilometer zu wandern. Insgesamt durften nur 50 Personen in das Schwimmbad. Wir durften ein bis zwei Stunden rein, weil es dann auch zu spät wurde. Wir wurden dann abgeholt und zum Hauptlager gebracht. Im Schwimmbad konnte man etwas ausleihen zum Ballspielen, Taucherbrillen und so weiter. Das brachte viel Spaß.