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Sommerlager 2017: Norwegen

Unser großes Sommerlager, lange erwartet und so gut wurde es dann auch Norwegen, Land der Berge und Seen. Traumhafte Landschaft, die uns warm ums Herz werden ließ. Doch das brauchten wir auch, denn die Rekordtemperatur von 14℃ am sonnigsten aller Tage ließ nicht nur Maren frieren, sondern auch viele andere, so auch mich.

Mit dem Vorkommando sind wir schon Freitag angereist und haben die großen Zelte aufgebaut, damit zur Ankunft der Kinder am Sonntag alles bereit war. Als erstes stand für Montag gleich der Haijk auf dem Plan. Wir sind in den Sippen verschiedene Strecken gewandert und haben dabei die Umgebung kennengelernt.

Eine Gruppe fand schwer einen Schlafplatz und lag zum Schluss auf einer Bullenkoppel, wurde dann aber darauf hingewiesen und ging lieber auf eine andere Koppel. Andere schliefen auf dem Sportplatz der Stadt Evje. Meine Gruppe, die Adler, schlief die erste Nacht zwischen Rundballen in langem Gras, leider auf der falschen Seite eines Berges, so wurde es früh dunkel.

Wasser holten wir bei einem nur Norwegisch sprechendem Mann, der dieses durch ein Polyrohr aus dem Fluss pumpte. “Stecker rein und fünf Minuten laufen lassen, dann ist es frisches Wasser.” Die zweite Nacht des Haijks schliefen wir auf einer Landzunge und haben das Abendessen auf einem Fels direkt vor dem breiten und ruhigen Fluss zubereitet. Es gibt noch so viel andere und verschiedene Erlebnisse und Eindrücke, da kann man gar nicht alles zu Papier bringen.

Am Mittwoch dann kamen wir zurück ins Lager. Das Wasser um die Landzunge, auf der wir lagen, war spiegelglatt. Die ganze Welt spiegelte sich darin und vom Ruderboot aus glaubte man, unter sich den Himmel zu haben - traumhaft schon.

Im Kreis sitzen zum Essen
Gemeinsames Essen im Kreis.

Die Woche im Lager dann widmeten wir uns Apostel Paulus und seinem Leben. Paulus wurde vom Christenverfolger selbst zu einem und missionierte dann im Mittelmeerraum, um die Botschaft Jesu zu verbreiten. Das war ein spannendes Thema und gut in den Gottesdiensten, den Gruppenandachten (Thing) und dem Theater umgesetzt.

Selbst in einem Geländespiel auf einer “einsamen” Insel gegenüber vom Platz ließ uns das Thema Paulus nicht los. Die Insel war nur mit Kanu oder Ruderboot zu erreichen, deshalb war es auch so spannend dort. Ein weiterer Höhepunkt des Lagers war ein Tag im Mineralstien, einer Mine, in der Mineralien abgebaut wurden.

Jedes Kind bekam Hammer und Meißel und durfte sich auf Steinhaufen austoben. Es wurden viele Steine aufgebrochen, nach Schätzen geschürft und auch einiges an farbenfrohen Mineralien oder an Kristallen gefunden. Beeindruckend für mich war, dass besonders die kleinen Kinder geschafft haben, die Strecke zu der Mine zu laufen.

Die Entfernung war bestimmt gute 6km und plattes Land war Fehlanzeige. Kinder an oder sogar über ihre Grenzen bringen, das ist immer wieder auf Sommerlagern eine spannende Geschichte mit riesen Erfolgserlebnis! Zum Schluss unseres Lagers stand wieder der Brutzelabend an, bei dem jedes Kind aus einer breiten Palette an Zutaten wählen und nach belieben mit seiner Pfanne kreativ werden kann.

Es gab viele tolle Kreationen an dem Abend: Nudeln mit Tomatensoße, Pfannkuchen, Würstchen im Schlafrock, Pizza, Gemüsepfanne und und und … Ich blicke fast schon wehleidig auf die schöne Zeit zurück, die wir wieder hatten. Vom ersten Sonnenstrahl bis in die Nacht in dieser tollen Gruppe zu sein, fröhliche Kinder zu begleiten, unabhängig von Technik und Außenwelt zu sein und im Lager in seiner eigenen, kleinen Welt zu leben.

Gruppenbild am Wasser
Ein Gruppenbild am Strand.

Außerhalb des Lagers kann alles mögliche passieren, wir würden es nicht mitbekommen, und genau das macht es so schön. Alle Sorgen bleiben zu Hause, und man lebt zwei sorgenfreie Wochen im Einklang mit der Natur. Besonders stolz bin ich wieder auf unsere kleinsten Pfadfinder, die ganz große Erlebnisse mit nach Hause nehmen durften und sich richtig gut geschlagen haben.

Freuen wir uns also auf das nächste Mal, wenn wir losziehen und unsere kleine, heile Welt aufbauen dürfen!